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Zum Ewigkeitssonntag

«Was ist dein einziger Trost im Leben und im Sterben?» Mit dieser Frage beginnt der Heidelberger Katechismus, eine Bekenntnisschrift der Reformation. Sie stammt aus dem 16. Jh., aus der Zeit, da die neue Art zu Glauben neue Worte brauchte (siehe unten). Ausgangspunkt und zugleich Zusammenfassung dieser wirkmächtigen Schrift ist die Frage nach Trost. «Was des Menschen Trost ist, das ist faktisch und praktisch sein Gott», so hat Karl Barth den Horizont dieser Frage getroffen. Von hier aus wird entfaltet, was denn christlicher Glaube ist.
Jetzt möchte man die Antwort hören. Und das macht eine Bekenntnisschrift, sie gibt Antwort und stellt sie zur Diskussion. Antworten auf existentielle Fragen sind Wegweiser. Den Weg muss man selber gehen. Genau das macht der Heidelberger Katechismus. Die Leser müssen die Frage für sich stellen und für sich beantworten, von da aus werden Bekenntnissätze erhellend. Die Antwort beginnt so: «Dass ich mit Leib und Seele im Leben und im Sterben nicht mein, sondern meines treuen Heilandes Jesu Christi Eigentum bin». Charakteristisch für diese betont reformierte Schrift, werden zu jeder Antwort Bibelzitate gesetzt. Hier Röm 14,8: «Ob wir nun leben oder sterben, wir gehören dem Herrn».
Der Trost ist die Beziehung zu Gott. Nicht unbestimmt, etwa als allgemeiner Teil von Gottes Schöpfung, sondern bestimmt als Christi Eigentum. Dem Gott gehörig, der sich in Jesus Christus offenbart. Einer, der das Leid kennt. Einer, der das Leid aushält. Einer, der das Leid nicht das Letzte sein lässt.
Die Direktheit der Frage, der Mut zur Antwort und die Nicht-Banalität der Diskussion sind für sich schon wohltuend und laden ein nachzudenken. Was ist mein Trost?
> Andreas Weber, Pfr.

1 Karl Barth, 1. Vorlesung, Einführung in die reformierte Lehre, 5. Mai 1936.

Was ist dein einziger Trost
Heidelberger Katechismus

Der Heidelberger Katechismus ist eine Glaubenslehre in 129 Fragen und Antworten. Sie wurde 1563 in Heidelberg von Kurfürst Friedrich III für den christlichen Unterricht in der Kurpfalz in Druck gegeben. Seit sein Vorgänger die Reformation eingeführt hatte, sorgten Streitigkeiten über den neuen Glauben für viel Unruhe. Friedrich III beauftragte ein Gremium von Theologen mit der Verfassung einer einheitlichen Lehre. Unter Federführung von Zacharias Ursinus, den er als Professor an die Heidelberger Universität berufen hatte, entstand der Heidelberger Katechismus. Als Synthese von Luthers und Calvins Theologie, mit einem Abendmahl- und Taufverständnis, das demjenigen Zwinglis weitgehend entsprach, wurde aus dem Unterrichtsbüchlein bis ins 19. Jh. die reformierte Bekenntnisschrift schlechthin. Bald war sie weltweit verbreitet und in 40 Sprachen übersetzt. Ihr Text wurde 2012 letztmals von der Reformierten Kirche Deutschlands neu überarbeitet.
mehr: heidelberger-katechismus.net

 
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Innehalten zur Monatsmitte
Am 14.11.2018 um 20:00 Uhr
Im Chor der ref. Kirche, Pfr. Andreas Weber, Tel. 044 867 02 44
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Andacht in der Wohngruppe Oase am Rhein
Am 15.11.2018 um 16:30 Uhr
Wohngruppe Oase am Rhein, Pfr. Andreas Weber, Tel. 044 867 02 44 und Pastoralassistentin Bernadette Peterer, Tel. 044 867 21 21
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Informationsmarkt für neu Zugezogene und alle Interessierten
Am 16.11.2018 um 18:00 Uhr
Mehrzweckhalle Steinboden,
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