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2016

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Reise in die Ukraine

Projektbesuch in der Ukraine

Den meisten von uns dürfte die Ukraine entweder unbekannt oder vor allem für ihren Konflikt im Osten bekannt sein. Ein Land also, das für eine Reise nicht gerade ansprechend wirkt.

Dennoch hat Ende Oktober 2015 eine Delegation aus unserer Kirchgemeinde - bestehend aus der Kirchenpflegepräsidentin, dem Stv. Kirchenpflegepräsidenten sowie der Sozialdiakonin Jugendarbeit - zusammen mit dem Projektverantwortlichen von HEKS das von uns unterstützte Diakoniezentrum in Beregszasz, Transkarpatien besucht. Wir wollten auf dieser Reise die Leute, das Land und das Projekt besser kennenlernen.

Der viertägige Projektbesuch gab uns die Möglichkeit, in viele Sozialprojekte hineinzusehen. Dazu gehörten Besuche in einem Altersheim, einem Frauenhaus, der Bäckerei des Diakoniezentrums, in Therapiezentren für behinderte Menschen sowie die Teilnahme an der Suppenverteilung für arme Menschen. Auf unserer Reise lernten wir viele interessante Menschen kennen: Die Mitarbeitenden des Diakoniezentrums, Pfarrer der reformierten ungarischen Kirche und Menschen, welche die sozialen Angebote in Anspruch nehmen. Die Gastfreundschaft der Menschen berührte uns sehr, da sie gerne geben, obwohl sie selber nicht viel haben. Zu sehen in welchen Verhältnissen die Ärmsten leben müssen war auch sehr eindrücklich. So besitzen sie beispielsweise weder eine echte Küche noch so etwas wie ein Bad und leben auf engstem Raum zusammen.

Spannend war es auch, vorwiegend mit ethnischen Ungaren unterwegs zu sein (in der Westukraine leben viele Menschen, die ihre Wurzeln in Ungarn haben). Diese Menschen fühlen sich als Ungaren, obwohl dieser Teil der Ukraine schon mehr als 100 Jahre nicht mehr zu Ungarn gehört. Die ungarische Sprache und die Kirche sind für diese Menschen zentrale Elemente der sozialen Zugehörigkeit.

Die Ausgestaltung des Projekts durch HEKS überzeugte uns sehr, da die Arbeit gut organisiert und aufgebaut ist. HEKS setzt sich mit den lokalen Verhältnissen auseinander und bezieht die Überlegungen der Einheimischen, die sich zum Teil aufgrund anderer kultureller Prägung deutlich von denen des HEKS unterscheiden, in die Projektplanung mit ein. Das soziale Engagement von HEKS bzw. dem Diakoniezentrum als Projektpartner von HEKS ist sehr wichtig für die Region, da das Diakoniezentrum Aufgaben in vielen Bereichen übernimmt, wo staatliche Strukturen fehlen oder im Staat kein Geld vorhanden ist.
Dies sind einige Eindrücke unserer Reise, die uns das Land, das Projekt sowie die Menschen in der Ukraine näher gebracht hat.
Salome Schenk, Sozialdiakonin Jugendarbeit

Möchtest du das Projekt auch kennenlernen? Deinen Horizont erweitern, in ein fremdes Leben eintauchen und neue Freunde finden? Dann melde dich an für die
Bildungs- und Begegnungsreise für junge Erwachsene in die Ukraine von Samstag, 23. bis Samstag, 30. Juli 2016.
Weitere Informationen erhältst du bei Salome Schenk.

Reise in die Ukraine 23. bis 30. Juli 2016

Im Rahmen unseres Diakonieprojektes Transkarpatien besuchen wir mit einer Gruppe junger Erwachsener vom 23. bis 30. Juli die HEKS Sozialprojekte in Beregszasz, Transkarpatien, die wir unterstützen.
Wir entdecken auf dieser Bildungs- und Begegnungsreise mehr von der westlichen Ukraine, unternehmen Ausflüge, arbeiten in den
Sozialprojekten mit und lernen die Menschen dort kennen.


Informationen zur Reise

Die Idee

Wir besuchen die Sozialprojekte von HEKS, die von der reformierten Kirche Eglisau unterstützt werden. Während unserer Reise begegnen wir Jugendlichen und leisten praktische Sozialeinsätze, um unsere Solidarität zu zeigen.
Daneben lernen wir auch die Region der Karpaten-Ukraine besser kennen. Die Gegend, die wir besuchen, ist eine Armutsregion Europas. Es geht darum, sich damit auseinander zu setzen und zu sehen, wie die Menschen dort leben.

Programmübersicht
Hinreise: Samstagabend, 23. Juli mit dem Nachtzug von Zürich nach Budapest. Von dort reisen wir mit Zug und Auto weiter in die Westukraine.

In der Ukraine: Vom Sonntag, 24. bis Freitag, 29. Juli nutzen wir die Zeit für Begegnungen mit Menschen, leisten Arbeitseinsätze und unternehmen Ausflüge in Beregszasz und Umgebung.

Rückreise: Ankunft in Zürich am Samstagmorgen, 30. Juli (Nachtzug aus Budapest)

Kosten: ca. CHF 700.- (derzeitiger Stand)

Leitung:
Salome Schenk, Sozialdiakonin Jugendarbeit

Anmeldung bis Freitag, 15. April an Salome Schenk, Jugendarbeit, Tel. 077 465 96 93

Wir fahren nach Beregszasz!
Am Samstag, 23. Juli geht's los:

Wir machen uns auf und reisen Richtung Osten. Genauer gesagt nach Transkarpatien in der Westukraine. Dort besuchen wir eine Woche lang das von der reformierten Kirchgemeinde Eglisau unterstützte Diakonieprojekt in der Ukraine. Wir, das sind fünf junge Erwachsene. Als Jugendsozialdiakonin begleite ich die Gruppe und leite die Reise.

Erwarten wird uns eine spannende und vielseitige Woche mit Sozialeinsätzen bei bedürftigen und armen Menschen jeden Alters. Aber auch Ausflüge zu den schönsten Sehenswürdigkeiten in Transkarpatien und viele Begegnungen mit jungen und älteren Menschen sind geplant. Wir freuen uns auf dieses Abenteuer und werden Ihnen gerne davon berichten und Sie an unseren Eindrücken teilhaben lassen.
>Salome Schenk

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Ein Dorf in der Ukraine

Willst du wissen, was in der Ukraine läuft?
Dann komm mit!


Wer: junge Erwachsene, falls unter 18 Jahren mit Einverständnis der Eltern
Wohin: Beregszasz, Transkarpatien, Westukraine, Dorf, Stadt, Kindergarten u.a.
Was: miteinander etwas erleben, Menschen kennenlernen, Ausflüge und Sightseeing
Wieviel: ca. 700 Franken (Geld sammeln ist mit Einsatz möglich)
Mehr: Infos & Anmeldung bis 15. April: salome.schenk@kircheeglisau.ch, 077 465 96 93

Seit einigen Jahren entdecke ich dieses riesige Land mit seinen Menschen, Geschichten und Träumen. Es macht mein Leben reicher. Das möchte ich gern mit dir teilen.
>Salome Schenk

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Anne Kleiner mit Kindern aus Beregszasz, Transkarpatien, Ukraine

Salome Schenk, die Organisatorin der Reise, machte uns auch mit István, dem Dorfpfarrer von Mezovári, bekannt. Er spielte während unseres Aufenthaltes eine grosse Rolle, denn einerseits übernahm er die Aufgabe des Übersetzers, andererseits war er unser «Touristenführer». Am zweiten Tag stellte er uns der Jugendgruppe seiner Kirche vor, mit der wir in die ukrainischen Berge - die Black Mountains - fuhren und dort in einem Bergsee schwimmen gingen. Am folgenden Tag zeigte er uns einen Kindergarten für ca. 200 Romakinder, in welchem auch Gottesdienste gefeiert werden. Zur Zeit fand gerade die Kinderwoche statt. Unsere Aufgabe bestand darin, mit den Kindern zu spielen, zu basteln und sie auf Trab zu halten. Das war sehr leicht, denn die Kinder sprühten nur so vor Energie. Doch als Ausländer, die die ungarische Sprache nicht beherrschen, stellten wir leichte Ziele für Huckepackrennen und stundenlanges Händchenhalten dar.
István wollte uns auch noch das Behindertenheim zeigen, welches die Reformierte Kirche vor ein paar Jahren neu errichtet hatte. So werden Kinder mit einer Behinderung jeden Tag mit einem spannenden Programm unterhalten und deren Eltern dadurch entlastet.
Als wir aufbrachen, stand plötzlich eine Kutsche vor uns. Genauer gesagt eine VW-Kutsche, wie am hinteren Teil des Transportmittels erblickbar war. Taxis sind wohl überbewertet.
Zurück im Kindergarten fühlten wir uns jetzt bereits pudelwohl und leider hiess es schon, Abschied zu nehmen. Ein trauriger Moment, denn nach wenigen Tagen haben wir nicht nur die Kinder, sondern auch die Mitarbeitenden des Kindergartens, die uns mit grösster Gastfreundschaft beherbergten, tief ins Herz geschlossen.
> Anne Kleiner

Im Gottesdienst vom 18. September wird von der Ukraine-Reise berichtet

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Anne Kleiner mit einem Kind aus Beregszasz, Transkarpatien, Ukraine

Áldás, békesség! Oder anders gesagt: Gott segne dich und Friede sei mit dir! Mit dieser Begrüssung wurde unsere Reisetruppe am 23. Juli freundlich von den Angestellten des Diakoniezentrums in Beregszasz, einer Stadt in der Ukraine nahe der ungarischen Grenze, empfangen. In dieser Region namens Transkarpatien herrscht grosse Armut und Arbeitslosigkeit. Das Diakonische Zentrum, unterstützt vom Hilfswerk der evangelischen Kirchen Schweiz, übernimmt deshalb eine wichtige Aufgabe: Es unterhält ein Altersheim (ein weiteres ist momentan noch in Konstruktion) und ein Frauenhaus für schutzbedürftige Mütter mit ihren Kindern. Ebenfalls werden täglich rund 250 Bedürftige von der Suppenküche und der Bäckerei versorgt. In Beregszasz leben hauptsächlich ethnische Ungaren, deshalb wird auch nicht ukrainisch gesprochen oder gar dieselbe Zeitumstellung genutzt.

Bilder von der Ukraine-Reise im Juli 2016

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