Gedanken zu Weihnachten

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Man wird ihm den Namen Immanuel geben. Das heisst: «Gott mit uns». Mt 1,23

Namensgebung.
Manuel ist geboren!
Das tönt nicht nach Weihnachten. Aber es hätte sein können.
Der Name Manuel hat sich nicht durchgesetzt. Das einzige, das dem Manuel von seinem Bezug zu Weihnachten blieb, ist sein Namenstag am Heiligabend, 24. Dezember. Der Geborene erhielt den Namen Jesus. Jesus, der Retter, ist geboren! So ist die Weihnachtsbotschaft bekannt. Hebräisch-aramäisch hiess er Jehoschua oder kurz Jeschua, wie viele Jungen damals. Wie Immanuel auch Jesus ein verheissungsvoller Name: «Gott rettet».

Nomen est Omen.
Der Name ist ein Zeichen. Der Evangelist Matthäus hatte mit Bestimmtheit diesen Gedanken im Blick, als er seiner Weihnachtsgeschichte das oben stehende Zitat aus dem Propheten Jesaja vorausschickte (Jes 7,14). Der Name Immanuel als Zeichen auf die Frage, die wir Menschen seit jeher stellen: ‚Gott, wo bist du?’. Zu Beginn seines Berichts über das Leben und Wirken von Jesus legt der Evangelist eine Spur. Auf Jesu Spuren ist Antwort zu finden, wie «Gott mit uns» ist, nämlich immer mit den Menschen, Leid lindernd, tragend und überwindend. Allen Gottesfanatikern, die Leid über die Welt bringen, wird am Evangelium das «Gott mit uns» abgesprochen.

Namenvielfalt.
Es ist ein weiteres Zeichen, dass dem an Weihnacht Gefeierten im Laufe seines Lebens und danach noch viele weitere Namen und Titel zugeschrieben wurden. Vom Menschensohn bis zum Gottessohn spannt sich der Bogen.
Die Weihnachtsbotschaft «Gott wird Mensch» trägt viele Namen. Auch Ihren und meinen – Gottgeborene auch wir.

Frohe Weihnachten
Andreas Weber, Pfr.

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