Seniorenreise 2015

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Ora et labora (deutsch: Bete und arbeite) dieser Grundsatz der Benediktinermönche des Zisterzienserklosters Kappel galt nicht für unsere Reisegesellschaft. Bei schönstem Wetter fuhren wir über Regensberg und Bremgarten, an lieblichen Dörfern vorbei, in das schön gelegene Kloster Kappel. Dort besuchten wir in zwei Gruppen die Klosteranlage. Die einen von uns schlenderten etwas gemütlicher durch diesen historischen Ort. Wir wurden in eine andere Zeit versetzt. Unsere Führerin und unser Führer erzählten uns sehr anschaulich die 800-jährige Geschichte des Klosters aus historischer und wirtschaftlicher Sicht. Wir erfuhren viel über die Blüte und den Niedergang des zisterziensischen Mönchtums, die zunehmende Macht der Stadt Zürich und den Einfluss der Reformation durch das Wirken von Heinrich Bullinger im Kloster Kappel. Kappel war Schauplatz historischer Entscheidungen. Denken wir nur an die Kappeler Milchsuppe. Der erste Kappeler Krieg (1529) nahm hier ein schliesslich friedliches Ende. Hier starb auch Huldrych Zwingli (1531) im Konfessionskrieg mit den Innerschweizern.
Das Kloster wurde schliesslich aufgehoben und der Stadt Zürich übergeben. Es diente lange als Armenanstalt.
Heute wird das Kloster als Seminarhotel und Bildungshaus der Evangelisch-reformierten Landeskirche des Kantons Zürich genutzt.
Ein Ort zum Auftanken – in Gemeinschaft. Diese Atmosphäre konnten wir spüren, als wir durch die schön renovierten Räume schlenderten. Durstig, aber voller Eindrücke, besuchten wir anschliessend den Klosterkeller. Dort wurden wir mit einem reichen Kuchenbüffet verwöhnt.

Nach einem Besuch im Klostergarten versammelten wir uns zu einer sehr besinnlichen Andacht mit unserem Pfarrer, Andreas Weber, in der gotischen Kirche. Diese Feier wurde begleitet von Elisabeth Wyss auf der Querflöte und Andreas Weber auf der Posaune. Musik und Wort und unsere Gemeinschaft waren für uns wohl alle ein sehr schönes Erlebnis. Ora et labora. - Gebetet haben wir -, gearbeitet nicht, aber müde waren wir nach diesem Ausflug trotzdem. Ich hoffe, allen Teilnehmern hat diese Reise gut gefallen.
Nicole Zahradnik

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