Worte zu Neujahr

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So heisst es in Hermann Hesses Gedicht «Stufen». Gilt das auch für das vor uns liegende Jahr 2016? Wenn ich an diejenigen denke, die sich für das Neue Jahr Ziele setzen und sich fest vornehmen, etwas an ihrem jetzigen Lebensstil zu ändern, dann wird das wohl stimmen. Wenn ich aber an die Herausforderungen denke, die auf uns als Kirche zukommen, dann frage ich mich, ob da wohl etwas Zauberhaftes drin zu finden ist: Die Mitgliederzahlen der Landeskirchen nehmen ab, Kirche interessiert immer weniger. Die Kirchgemeinden sind vom Kirchenrat aufgefordert Fusionsgespräche mit anderen Gemeinden zu führen, da grössere Gemeinden anscheinend besser auf geänderte gesellschaftliche Rahmenbedingungen reagieren können (siehe separater Bericht). Und als wäre dieses innerkirchliche Thema nicht genug, sind wir als Gemeinschaft mit Konflikten und den dadurch verursachten Flüchtlingsströmen ziemlich gefordert, respektive überfordert.
Und doch - in allen diesen Herausforderungen liegt auch ein Potential, dass ihnen ein Zauber inne wohnt: Immer wieder treten Menschen neu der Kirche bei, weil sie persönlich berührt und angesprochen werden. Unsere Angebote wecken Interesse, Fragen werden gestellt, Leute engagieren sich von Neuem. Eine verstärkte Zusammenarbeit mit anderen Kirchgemeinden fordert heraus, lässt hinterfragen, aber sie bietet auch neue Möglichkeiten und reisst Horizonte auf. Gelingt es uns, gedankliche oder sogar effektive Türen für Flüchtlinge zu öffnen, Altes wegzuräumen und Platz zu schaffen für Neues, dann sind wir die Beschenkten.
Ausserdem gilt Gottes Zusage, dass er mit uns unterwegs ist und uns begleitet. Darum will ich mich und wollen wir uns als Einzelne und als Kirchgemeinde weiterhin engagieren. Wir wollen einladend sein, anderen Menschen begegnen und sie begleiten.
Wir wollen das Gespräch mit den umliegenden Gemeinden vertiefen und gewinnbringende Zusammenarbeit fördern und uns bei allem mit dem Text der Jahreslosung 2016 an Gottes Zusage halten:

«Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.» Jesaja 66, 13

>Birgitta Jakob, Präsidentin Kirchenpflege

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