Blick hinter die Dekoration

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Die Osterzeit hat ihren eigenen Schmuck. Gerne erinnere ich mich daran, wie wir als Kinder jeweils unsere «Oschternäschtli» mit ersten Kräutern und Blumen auspolsterten. Einfallsreich werden zu Ostern Blumen, Bänder und Federn mit Eiern, Hasen- und Kükenfiguren in allen Variationen arrangiert. Die Osterdeko-ration im Haus verweist auf den Frühling draussen. Worauf verweist der Frühling draussen?

Der Verweis auf das Naturwunder «Frühling» ist lediglich die Oberfläche. Nicht, dass der Jahreslauf etwas Oberflächliches wäre. Ebenso wie wir Menschen Teil sind von der Natur, so sind wir ihr aber auch entfremdet. Das Sonnenlicht reicht uns nicht, dass wir zum Leben erwachen. Verbunden und abgesetzt zugleich, so steht der wache Mensch in Auseinandersetzung mit dem Leben und sucht seinen Platz mittels Fragen nach dem Dahinter. Auf uns bezogen ist das Vordergründige eine dünne Schicht Bewusstsein. Unterbewusstsein, Seelentiefe oder Gottge-heimnis mag man das Dahinter nennen.

Die Ostergeschichte ist eine Geschichte vom Dahinter. Von den Evangelien unterschiedlich erzählt, mündet sie im Osterruf: «Christus ist auferstanden». Das ist ein Glaubenssatz. Er dient der Vermittlung zwischen dem Vordergründigen und dem Dahinter. Er ist gute urchristliche Osterdekoration, wo er einfach auf die Ostergeschichte verweist. Wo ich mich damit verbinden kann, wird er mir Glaubens-boden und Lebenshorizont.
«Christus ist auferstanden» – weil ich weiss, dass ich diesen Satz weder erfasse noch für mich habe, bedeutet es mir umso mehr, ihn am Ostermorgen ums Feuer versammelt zu teilen.
>Pfr. Andreas Weber

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