Fastenwoche 20. bis 27. März 2026

Fasten ist eine Vorbereitung auf Ostern. Der bewusste Verzicht schärft das Bewusstsein für das, was uns selbstverständlich geworden ist. Wer nicht mehr weiss, wie gut ein Apfel, ein Stück Schokolade oder ein Glas Wein ist, wird es nach einer Woche Fasten wieder wissen.
Ob zum ersten Mal ausprobieren oder wiederholt zu fasten oder auf etwas verzichten: es ist hilfreich, sich mit anderen verbunden zu wissen. Darum auch dieses Jahr die Möglichkeit, gemeinsam zu fasten. Wie und wann wir uns durch die Woche verbinden oder treffen, legen wir am ersten Abend fest.

Fastenbeginn: Freitag, 20. März um 20 Uhr im Chor der Kirche.
Fastenbrechen: Freitag, 27. März

Anmeldung und Auskunft: Pfr. Andreas Weber

Fastenzeit

Das Wurstessen in der Fastenzeit hatte wesentlich dazu beigetragen, dass es in Zürich vor 500 Jahren zur Reformation kam. Heute wäre es uns fremd, wenn Christ sein mit Einschränkungen beim Essen verbunden wäre. Dennoch wird Essen heute bei uns wieder religiös überhöht. Es würde mich nicht wundern, wenn das Fehlen von Wurst und Fleisch auf dem Titelbild des Fastenkalenders mit der Angst vor Reaktionen begründet würde. Wohlweislich fehlt auch die Avocado und all die anderen Lebensmittel, die es schwer haben, politisch korrekt auf unseren Esstischen zu landen. Am Essen zeigt sich auch heute noch, wie verantwortungsvoll wir mit unserer Freiheit umzugehen gewillt sind. Es ist eben nicht Wurst.

Die Zeit von Aschermittwoch bis Ostern eignet sich bestens, dem Diktat vom «immer mehr» unserer Konsumwelt im Fasten und Verzicht wieder etwas Freiheit abzuringen, zum eigenen und aller Wohl.
Andreas Weber, Pfarrer

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Reformierte Kirchgemeinde Eglisau
Chilengass 11
8193 Eglisau
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